Wahrhaftigkeit

Des Mondes Licht scheint hell,
in mein Gesicht,
auf verborgene Stellen im Inneren.
Schmerzhaft wird mir bewusst,
was nur Schein ist.
Was nicht mir entspricht.
Eine Täuschung.
Vor mir. Und dir.
Nicht angesprochen, nicht ausgesprochen.
Meine Wahrheit nicht gelebt.
Aus Angst.

Die Erkenntnis fließt salzig.
Brennt in der Kehle.
Pocht spürbar in der Brust.

Bedingungslos dem Herzen folgen,
klingt einfach.
Und fällt doch schwer.
Es ist unbequem.
Es erfordert Mut.
Radikale Ehrlichkeit.
Vertrauen.
Auch, wenn ich nicht weiß, wie.
Und was kommt.

Loslassen.
Von allem, was ich geglaubt habe.
Mir vorgemacht habe.
Das innere Wissen, ist da.
Wird nicht müde, mich zu erinnern.
Immer ein bisschen lauter.
Deutlicher. Schmerzhafter.
Wird mich und dich ENT-täuschen.
Ungeschminkt. Ungeschönt.
Echt. Wahrhaftig.

 

© Sabrina Krämer
#gedankenpoesie beim Mondschein

 


Wie nimmst du gerade diese Energien wahr?
Spürst du eine erhellende Erkenntnis, wo du deine Wahrheit nicht lebst?