Ende des Jahres und der Dankbarkeitsrausch

Da sitzen wir wieder. Inmitten der Weihnachtspost und blicken auf das Jahr zurück. Wo sind die letzten Wochen und Monate geblieben? Wer hat uns die Zeit gestohlen? Wie kann allein in den letzten paar Tagen so viel mehr passiert sein, als in manchen vergangenen Jahren?

Es war das intensivste, herausfordernste und wunderbarste Jahr, meines Lebens. Eine Revolution im Inneren. Dafür gibt es überhaupt keinen Ausdruck. Keine Worte, die es beschreiben könnten. Und doch möchte ich ein paar Erkenntnisse mit dir teilen, die ich aus diesem Jahr mitnehme.

Allen voran die Dankbarkeit, die ich im Rückblick auf dieses Jahr empfinde. So schön und so schmerzhaft zugleich. So deutlich wird im Rückblick, dass es genau so und nicht anders sein sollte. Der Weg zeichnet sich klar ab. Was es zu lernen, zu heilen und hinter mir zu lassen gilt. So viele wundervolle Seelen, die ich an meiner Seite weiß. Die seit langem neben mir in der Achterbahn sitzen. Die in dieses Jahr getreten sind. Die gegangen sind. Begegnungen, so flüchtig, so tiefgreifend, so berührend. Für einen kurzen Moment. Für eine längere Phase. Andauernd. Begegnungen, die dieses Jahr mit geprägt haben. Durch die ich erfahren, erkennen und vor allem mich entfalten durfte. Das ich Verbundenheit spüren darf, weit über alle Grenzen hinaus. Dafür ein großes DANKE!

 
 

Believe in miracles

Dieser Satz hat den Start ins Jahr geprägt. Höre niemals auf, an Wunder zu glauben! Manchmal stehen sie einfach vor deiner Tür oder du begegnest ihnen an Orten, wo du niemals damit gerechnet hättest. Bleibe offen und neugierg, wenn du vor deine Haustür trittst. Und sei bereit, dass es schöner und schillernder sein kann, als du dir je ausmalst.

 

Lasse los

Ein großer Prozess, der hinter einem so leichtfüßigen Wort steht. Lass einfach los. Wie oft haben wir diesen Satz schon gehört oder selber von uns gegeben? Loslassen ist so wichtig. Denn wenn wir festhalten, blockieren wir den Fluss. Der Energie und des Lebens. Und doch können wir nur loslassen, wenn wir im Herzen wirklich bereit sind. Annehmen können. Verzeihen können. Frieden schließen können. Und vor allem vertrauen können, dass das Passende unseren Weg kreuzen wird. Loslassen bedeutet Platz schaffen. Für Neues.

 

Folge der inneren Stimme

Vertrauen und die innere weise Stimme. Wir haben sie alle in uns. Die einen mehr, die anderen weniger ausgeprägt. Und doch können wir alle ihre Botschaften vernehmen, wenn wir hinhören. Wenn wir lernen sie zu verstehen. Es ist das tiefe Wissen, das nicht erklärbar ist. Das wir schnell anzweifeln und deutlich spüren, wenn wir es ignoriert haben. „Hätte ich doch mal…“ „Ich habe es doch gewusst…“ 
Wenn uns diese Stimme freudige Botschaften mitteilt, fällt es leicht ihr zu folgen. Doch wenn sie uns ins Ohr raunt, was wir loslassen oder verändern sollen, stehen die Zweifel an erster Stelle. Es scheint doch alles so perfekt, warum? Mitunter tut es weh, auch in diesen Momenten zu folgen. Es gehört dazu. Zu unserer Entwicklung. Die ist nicht immer licht und leicht. Wachstumsschmerz hört niemals auf, nur weil wir erwachsen sind.

 

Savasana vom Leben

Keine Yogapraxis endet ohne Savasana. Es ist die Zeit, in der Raum gegeben wird. Wo alles Erfahrene verarbeitet und integriert werden darf. Wir liegen entspannt und komplett regungslos da und lassen einfach geschehen. Wir SIND. Und das braucht es auch immer wieder in unserem Leben.

Wer sind wir, wenn wir nichts leisten? Ideen und Tatendrang sind unerschöpflich. To-Do-Listen werden niemals enden.

Es ist so viel, was wir in unserem Inneren erleben, erfahren, verarbeiten und ändern. Dafür braucht es immer wieder Raum, in dem wir es uns in Ruhe angucken dürfen. Es sacken lassen dürfe, verarbeiten und vor allem in unser gesamtes System integrieren dürfen. Für sich da sein. Einfach nur mal SEIN, statt getrieben sein. Man könnte auch sagen: Mußezeit. Das süße Nichts-Tun, aus dem wir mit neuen Sichtweisen und Erkenntnissen wieder auftauchen.

 

Sei für dich da

Sich diesen Raum zu geben hat ganz viel mit Selbstliebe und Selbstfürsorge zu tun. Sind wir es uns wert, uns diese Zeit zu schenken? Alles andere für diesen Moment stehen und liegen zu lassen. Anzuerkennen, dass innere Arbeit genauso wichtig ist wie äußere Arbeit. Und vor allem die Dinge im Außen am meisten verändert.
 Was daran anknüpft sind die Fragen, ob wir uns selbst sehen. In allen Facetten. In unserer Stärke genauso wie in unserer Schwäche und Verletzlichkeit. In all unseren Bedürfnissen.

Was brauchst du?
Was tut dir gut?
Kannst du dich abgrenzen?
Wahrst du selbst deine Grenzen? 



Radikale Ehrlichkeit mit uns selbst. Wir selbst sind der wichtigste Mensch in unserem Leben und nur wir allein können uns für unsere Bedürfnisse einsetzen. Verantwortung für unser Leben und unser Glück übernehmen. Niemand im Außen, kann uns diese Aufgabe abnehmen (auch wenn wir uns es vielleicht manchmal wünschen).
Würdest du dich selbst heiraten wollen?

 

Lebe lieber ungewöhnlich

Gibt es in deinem Leben Abläufe, Aufgaben, Beziehungen, etc. wo du eine klare Vorstellung hast, wie sie abzulaufen haben oder sein sollten? Was ist, wenn du plötzlich erlebst, dass es gar keine Definition dafür gibt. Das alles anders sein kann. Das Bild von deiner eigenen kleinen Welt zusammenbricht, sich auflöst. Plötzlich erkennst du, dass es überhaupt nicht das ist, was du brauchst. Das du in keine bekannte und konventionelle Form passt.

Dieses Erkennen kann im ersten Moment den Boden unter den Füßen wegreißen. Unsicherheit. Widerstand. Rebellion. Festhalten wollen, an einer Vorstellung. Und gleichzeitig mit jeder Faser des Körpers spüren, dass dieses Neue genau das ist, wonach du dich immer gesehnt hast.

 

„Manchmal ist es Glück, wenn wir nicht das bekommen, was wir wollen.“

(Dalai Lama)

 
 

Folge dem Rhythmus der Natur

Immer und immer wieder dürfen wir uns an Limitierungen des Denkens und Verstehens herantasten. Wenn wir mehr und mehr Schleier fallen lassen, die uns die Sicht vernebeln, werden wir klarer. In unserer Wahrnehmung, in unserem Bewusstsein. Können mehr spüren und empfinden. Nehmen war, dass wir verbunden sind. Ein Teil von allem sind. Teil der Natur. Wir sind Natur und schwingen in ihrem Rhythmus. Frühling. Sommer. Herbst. Winter. Unbändige Kraft und Energie. Fülle, Freude, Leichtigkeit. Melancholie und Übergänge. Verletzlichkeit. Abschiede und Neuanfänge. Nichts bleibt. Alles verändert sich. Und wir gemeinsam mit der Natur.

Schaffe Verbindung und tauche bewusst in die Natur ein. Barfuß laufen, Erde spüren. In den See springen, nicht nur an warmen Sommertagen. Beobachte die magische Stimmung des Morgens, wenn alles erwacht. Das Farbspiel am Abend. Sternenhimmel. Der Mond, sein hell und dunkel. Die Pflanzen, die sich verändern… In der Natur können wir den Kreislauf des Lebens deutlich ablesen. Jeden Tag. Lass dich verzaubern und in Welten jenseits des Begreifenbaren entführen.

 
 
Müsste ich das Jahr in einen Satz zusammenfassen, würde ich sagen:

Folge deinem Herzen, auch wenn es keinen Sinn ergibt!

 
 
Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, meine Gedanken zu lesen.
Ich wünsche dir eine zauberhafte und lichtvolle Weihnachtszeit.
Lass deine Herzenswärme dein gesamtes Sein erfüllen und hinaus in die Welt strahlen.

 
Namasté und alles Liebe,
Sabrina