Chakra Journey – Vishuddha

Vishuddha – Halschakra

Raus auf die Bühne des Lebens. Im Kehlkopfchakra fließt die Energie für den authentischen Selbstausdruck unserer Seele. Öffnung zur feinstofflichen Ebene. Transzendenz des Ego und das Erkennen von größeren Zusammenhängen. Klarheit im Inneren und im Außen. Hier geht es um Zuhören, Verständigung und Kommunikation mit der Außenwelt. Unseren kreativen Selbstausdruck: durch Gesang, Kunst, Tanz, Musik, Schauspielerei oder Literatur.

Wenn die Energie im Halschakra nicht frei fließen kann, schnürt es uns die Kehle zu. Es verschlägt uns die Sprache. Wir lassen uns blockieren. Angst gewinnt die Überhand. Es fällt uns schwer, uns nach außen zu zeigen. Unsere Bedürfnisse, Wünsche, Meinungen und Ideen klar zu kommunizieren. Dahinter steckt oft Angst vor Kritik, Ablehnung, negativen Reaktionen oder die Kontrolle zu verlieren. Durch den Verlust der eigenen Authentizität können wir in Reue und Selbstverurteilung verfallen und uns in Lügennetze verstricken. Wir ziehen die Schultern hoch, verstecken uns, machen uns klein und wären am liebsten unsichtbar. Körperlich kann sich ein Ungleichgewicht in Schilddrüsenproblemen, Antriebslosigkeit, Entzündungen im Mund- und Rachenraum sowie Problemen im Schulter-, Nacken- und Halswirbelbereich zeigen.

Wie kommt die Energie wieder ins Fließen? Indem wir uns selbst besser kennen lernen. Aufrichtig zu uns selbst sind und lernen, die eigenen inneren Botschaften von der Meinung anderer zu unterscheiden. Was denke ich? Welches Denken habe ich übernommen? Immer wieder mutig an Konfrontationen heranwagen und sich Kritik, Unverständnis und negativen Reaktionen stellen. Den Horizont erweitern. Stimmtraining, Schauspielerei, Rhetoriktraining. Vor anderen Menschen und Gruppen sprechen. Gespräche und Gesang z.B. in Form von Mantren.

Da das Halschakra der Schilddrüse und dem Vagusnerv zugeordnet ist, können entlastende und reinigende Obst, Gemüse und Kräuter (Zitrone, Orange, Trauben, Brennnessel, Hagebutte, etc.) sowie der Duft von Eukalyptus, Pfefferminz, Salbei und Lavendel unterstützen.

Die kreative Energie aus dem Sakralchakra findet hier den Ausdruck und so kannst du für deine Asanapraxis Haltungen wählen, die beide Chakren aktivieren. Zum einen Hockhaltungen und Hüftöffner (Buddha Konasana mit Vorbeuge, Bhujangasana, Salabhasana, Malasana) sowie Haltungen, die sich auf unseren Schulter-, Hals- und Nackenbereich auswirken (Setu Bandhasana, Matsyasana, Ardha Matsyendrasana, Sarvangasana). Lenke dabei deine Aufmerksamkeit auf die Höhe deines Kehlkopfes und wiederhole innerlich das Bija-Mantra HAM.

 
 

 

Granthita Mudra – Auflösung und Öffnung

Granthita heißt unter anderem Gebet und ist auch als Knotenmudra bekannt. Die Hände formen eine Art Gebetshaltung. Ein Knoten steht oft für etwas festes, steckengebliebenes oder Trauer. Granthita Mudra hilft dir den Knoten im Herzen oder den Kloß im Hals zu lösen.

Im Knoten der Finger verbinden sich die Elemente Luft und Feuer. Laut indischer Mythologie ergibt sich Freude, wenn Luft und Feuer zusammenkommen. Luft steht für das Herz, Weite und Leichtigkeit. Kalte Luft symbolisiert Angst und warme Luft die Freude.⁠

 

Und so geht’s:
Verschrenke deine Finger miteinander und lege deine Handflächen zusammen. Die Spitzen von Daumen und Zeigefinger berühren sich und bilden jeweils einen Kreis. Mache dir den inneren Knoten beim Blick auf deine Finger bewusst. Schau ihn dir an, spüre ihn und lasse ihn mit jedem Atemzug lockerer werden. Wenn du merkst das sich etwas löst, dann öffne deine Hände und fühle die Weite und Leichtigkeit, die entsteht.⁠