Berauscht. Vom Leben.

Eines Morgens,
mit dem Aufwachen, ist sie zurück.
Die Leichtigkeit. Die Freude. Die Lebendigkeit.
In jeder einzelnen Zelle spürbar.
Klarheit. Prickeln. Überall.
Vorfreude. Auf das Leben.
Hungrig. Nach dem Leben.

 
Zufriedenheit, die sich ausbreitet.
Wohlig. Warm. Weit.
Vertraut und doch so ungewohnt.
Ich habe es vermisst,
das Grinsen.
Findet seinen Weg,
aus dem Bauch, aus dem Herzen,
zurück in mein Gesicht.

 
Der Blick ins Grün,
voller Dankbarkeit.

 
Magische Momente im Außen,
die inneren Wandel spiegeln.
Die einen nennen es Glück.
Ich weiß, es kommt nicht von ungefähr.
Ein Ritt, durch die Täler der Dunkelheit.

 
In diesem scheinbar undurchdringlichen Dickicht,
hat sich Neues geformt.
Dabei habe ich verzweifelt das Alte gesucht.
Keine Vorstellung davon, was auf mich wartet.

 
Jetzt liegt der Kokon neben mir.
Ich breite vorsichtig die Flügel aus.
Fliege die ersten Meter.
Unvorstellbar, dass das möglich ist.
Vielleicht doch nur ein Traum?
Zu schön. Zu leicht. Zu bunt.

 
Jetzt wird mir das Ausmaß dessen bewusst,
was ich mir selbst enthalten habe.
Dieses Gefühl von wahrer Freiheit.
Im Innen.

 
 

© Sabrina Krämer